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Chemische Thermodynamik

  • Wolfgang wagner: "Chemische Thermodynamik". 4. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1982
  • Hans-Heinrich Möbius, Wolfgang Dürselen: "Chemische Thermodynamik". 5. Auflage. VEB Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1988, ISBN 3-342-00294-8
  • Hans-Werner Kammer, Kurt Schwabe: "Einführung in die Thermodynamik irreversibler prozesse". Akademie Verlag Berlin, 1984
  • Hans-Joachim Bittrich: "Leitfaden der chemischen Thermodynamik". Verlag Chemie, Weinheim 1971, ISBN 3-527-25019-0


Vertreter

  • James Prescott Joule
  • Nicolas Léonard Sadi Carnot
  • Julius robert von Mayer
  • Hermann von Helmholtz
  • William Thomson, 1. Baron Kelvin
  • James Clerk Maxwell
  • Ludwig Boltzmann
  • Joseph Louis Gay-Lussac
  • robert Boyle
  • Edme Mariotte
  • Rudolf Clausius
  • Josiah Willard Gibbs
  • Guillaume Amontons
  • Lorenzo Romano Amedeo Carlo Avogadro
  • Jacques Charles
  • Ilya Prigogine


Zweiter Hauptsatz

Für die Änderung der Entropie dS gilt also.Der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik besagt, dass es eine extensive Zustandsgröße Entropie S gibt, die in einem abgeschlossenen System niemals abnimmt.

Entropie ist in der Thermodynamik eine Zustandsgröße, die aus der Definition.

über geeignete Ersatzprozesse berechnet werden kann. Die grundlegende Bedeutung des Satzes besteht darin, dass er den thermodynamischen Gleichgewichtszustand abgeschlossener Systeme eindeutig definiert (dS = 0) und damit auch spontan ablaufende thermodynamische prozesse quantifizierbar macht.

Reversible prozesse sind nicht mit einer Produktion der Gesamtentropie verbunden und laufen daher auch nicht spontan ab. Beispiele sind die Vermischung von zwei unterschiedlichen Gasen und der Wärmetransport von einem heißen zu einem kalten Körper.Bei spontan ablaufenden Prozessen, die man auch irreversibel nennt, findet immer eine Entropieproduktion statt. Die wiederherstellung des (oft 'geordneter' genannten) Anfangszustandes erfordert dann den Einsatz von Energie, oder information (siehe Maxwell'scher Dämon).

Durch die theoretische Beschreibung spontan ablaufender prozesse zeichnet der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik eine Richtung der Zeit aus, die mit unserer intuitiven Erfahrungswelt übereinstimmt.

Beispiel:.

Die daraus resultierende Wahrscheinlichkeit, dass sich das Gas in der Kiste spontan in einer Hälfte konzentriert, ist so gering, dass ein solches Ereignis vermutlich niemals eintreten wird. In einem Volumen von einem Kubikmeter bei normalem Druck liegt sie in der Größenordnung von rund 1023 Teilchen. BeFinden sich dagegen zwei Partikel in der Kiste, dann ist die Wahrscheinlichkeit, beide in der linken Hälfte anzutreffen, nur noch 1/2 · 1/2 = 1/4 und bei N Partikeln dementsprechend 0,5N. Warum das so ist, versteht man, wenn man den gegenteiligen Fall betrachtet.Ein kräftefreies Gas verteilt sich immer so, dass es das zur Verfügung stehende Volumen vollständig und gleichmäßig ausfüllt. Man stelle sich eine luftdichte Kiste in der Schwerelosigkeit vor, in der sich ein einziger Partikel bewegt. Die Wahrscheinlichkeit, diesen bei einer Messung in der linken Hälfte der Kiste zu Finden, ist dann genau 1/2. Die Anzahl der Atome in einem Gas ist astronomisch hoch.

Wie aus den zeitlich umkehrbaren mikroskopischen Gleichungen der klassischen Mechanik (ohne Reibung) die symmetriebrechende makroskopische Gleichung folgt, wird in der Statistischen Mechanik geklärt. Zudem erhält die Entropie dort eine anschauliche Bedeutung: sie ist ein Maß der Unordnung eines Systems.




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